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Lotto Jackpot = Lottoladen?

Rund 25 Millionen betrug der Lotto Jackpot am Samstag. Habe leider mal wieder nicht den Jackpot gewonnen, aber wenigstens was kleines. Bei der FAZ bin ich gerade auf einen interessanten Artikel gestoßen, was Leute so machen würden mit ihrem Jackpotgewinn.

…Nach ihm gibt eine junge Frau schnell einen vorher ausgefüllten Lottoschein ab. Sie arbeitet bei der Commerzbank, spielt „immer ab drei Millionen Euro“. Ihr Traum ist es, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Ins „Quick Tip“ an der Bockenheimer Landstraße kommen Banker, Rentner, Rechtsanwälte, Bauarbeiter, Immobilienmakler, IT-Dienstleister…

Finde ich nicht schlecht und kommt meiner eigenenVorstellung auch am Nächsten mit dem genannten Unternehmertum. Ich würde dann gern vor allem Startups damit unterstützen und vermutlich weiter so arbeiten wie bisher. Was würdet ihr damit machen?

Vielleicht würde ich auch selbst noch eine weitere Firma gründen, wenn ich solche Sätze lese:

„Lotto macht bei mir normalerweise 20 Prozent des Umsatzes aus – Mittwoch waren es schon 45.“ Bei Herrn Sedat gibt es noch Wachstum.

Das klingt nicht schlecht und da nach dem Glücksspielstaatsvertrages seit dem 01.01.2009 kein Onlinelotto (wie früher bei Tipp24.de) mehr gespielt werden darf in Deutschland, macht es die Sache mit einem Lottoladen nur noch interessanter/lukrativer. Hat jemand da ein paar grobe Zahlen, was da so bei einem Laden an Lottoumsatz fließt pro Tag? Würde mich wirklich mal interessieren, gern auch per eMail.

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Google stoppt Anzeigenwerbung (offline)

Google scheint es langsam einzusehen, dass die Totgeburt der Offline-AdWords keine so gute Idee war und stellt das Programm nun ein. 2006 waren sie noch voller Tatendrang mit 800 Zeitungen/Zeitschriften gestartet, um deren Restplätze (die vermutlich eh durch AdWords Online überhaupt entstanden sind) per AdWords Offline zu vermarkten.

Um zu sehen, dass das nicht sehr Erfolg versprechend ist, muss man an sich weder einen Doktor haben, noch BWL studieren. Es reicht vermutlich einfach einmal was von Joseph Schumpeter gehört zu haben, hinsichtlich der schöpferischen Zerstörung. (Auto ersetzt Kutsche, PC die Schreibmaschine usw.) Dem zu Folge war das, was Google getan hat so, als würde Dell anfangen zukünftig Schreibmaschinen anzubieten oder BMW künftig Pferdekutschen produziert. Warum sich also in einem Geschäftsfeld betätigen, dass man mit seinem Produkt an sich schon ersetzt? Sicherlich man kann vielleicht noch ein wenig abstauben bevor der Markt vollkommen leer gefegt ist, aber da sind alteingesessene sicherlich deutlich besser und geübter in dem Bereich.

Auch aus Kundensicht macht es ja Sinn, nicht mehr verstärkt in das alte Medium zu investieren, wenn man sich ersteinmal an präzise Trackingsysteme, Conversionmessung usw. gewöhnt hat.

Das was Google da macht gilt natürlich auch für jeden anderen Selbständigen/Unternehmer. Was ist mein Kernprodukt und wenn es etwas Innovatives ist, was ersetze ich damit bzw. wenn ich mehrere Produkte habe, wo drohe ich mich selbst unternehmerisch zu kannibalisieren?

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Wetten, dass… ich meine Wette absichern kann

Ein paar in der Blogosphere haben es ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich mich mit Sebi, dem Fußballexperten, angelegt habe bzgl. des Ausgangs der aktuellen Bundesligameisterschaft. Tja und wie sollte es anders kommen, am Ende musste dann doch eine Wette herhalten.

Wer sich nicht durch die ganzen Kommentare kämpfen möchte, hier die Wette in Kurzform:

Sebi wettet, dass Bayern München Deutscher Meister 2008/2009 wird, ich halte dagegen und setze auf Hoffenheim als Deutschen Meister. (Keine Angst Hansa, ich bleibe dir treu.) Der Wetteinsatz hat natürlich auch mit Fußball zu tun. Da wir beide es nicht all zu weit haben zur Berliner Hertha, lädt der Verlierer den Gewinner zum Spiel Hetha gegen Meister 08/09 ein. (Also Sebi mich wahrscheinlich ;-) zu Hertha – Hoffenheim bzw. wenn ich verliere, ich ihn zu Hertha – Bayern München live im Olympiastadion.) Ach ja, wird Hertha Meister haben wir natürlich einen Plan B, entweder wir laden zusammen einen (bloggenden) Herthaner ein oder wie Sebi so schön beschrieben hat:

wenn sich einer melden sollte, ok. ansonsten lade ich dich zum spiel gegen bayern und du mich zum spiel gegen hoffenheim ein, das würde zwar teuer werden für uns beide, aber bei so wenig kompetenz sollten wir entsprechend bluten und hertha dieses kleine finanzielle geschenk machen.

Tja und wenn man wie ich ungern verliert, kann man seine Wette(in dem Falle) natürlich auch dagegen absichern. Wie? Ganz einfach, aber eins nach dem anderen.

Was kostet das Ganze erst einmal ungefähr? 2 Tickets Olympiastadion + Essen + Trinken usw. vermutlich so um die 90 Euro, wenn man nicht gerade vom Stehplatz ausgeht, aber auch nicht von der VIP-Lounge.

Das Wettrisiko beträgt also um die 90 Euro, die es gilt abzusichern. (BWLer sprechen dann neuhochdeutsch von Hedging) Ich brauche also eine entsprechende Gegenposition, die Dank des Internets schnell gefunden ist – ein Sportwettenanbieter. Für mich geht es in dem Falle zu bwin.de und betfair.com.

Die Gegenposition ist in meinem Falle also der Meisterschaftssieg der Münchner Bayern, denn auf die TSG Hoffenheim habe ich ja bei Sebi schon gewettet. Die Quote auf Bayern beträgt derzeit 1,45. Nun muss ich lediglich noch den Betrag ausrechnen, bei dem ich genau 90 Euro Gewinn erziele (hier 200 Euro) und damit auf das Ereignis wetten.

Am Ende, falls alles aufgeht sieht das dann wie folgt aus:

Fall 1 Sebi gewinnt und Bayern wird Meister:

- 90 Euro Ticketkosten

+ 90 Euro Wettgewinn (200 Euro x 1,45 Quote auf Bayern = 290 Euro Umsatz – 200 Euro Einsatz)

- 25 Euro Wettabsicherung

_____________________

- 25 Euro

Die – 25 Euro entstehen, weil ich ja meine eigene Hoffenheimwette noch absichern muss, denn wenn sie Meister werden, würde ich die eingesetzten 200 Euro auf Bayern verlieren.

Fall 2 Ich gewinne und Hoffenheim wird Meister:

+ 45 Euro, Einladung zum Spiel

+ 205 Euro Wettgewinn (25 Euro x 8,20 Quote auf Hoffenheim = 205 Euro Umsatz)

- 25 Euro Wettabsicherung

- 200 Euro Wettabsicherung (200 Euro x 1,45 Quote auf Bayern = – 200 Euro Einsatz)

_____________________

+ 25 Euro

Die + 25 Euro entstehen teilweise durch ein Überhang aus dem Absicherungsgeschäft und natürlich aus dem Wettgewinn der Tickets an sich.

Fazit: Alles in allem kann das zusammen eine gute Sache sein, gerade wenn man das gedanklich mal in größeren Zahlen durchspielt. Aber wo Chance (der Absicherung), da auch Risiko (der Gewinnreduzierung). Im ersten Fall habe ich zwar nicht mehr 90 Euro Verlust, darunter leidet jedoch mein 2.Fall, wo ich 45 Euro “gewinnen” könnte, durch Absicherung aber einen gewissen Preis zahlen muss.

Und natürlich ist ebenso entscheidend, dass eine der beiden Prämissen(Sebi oder ich gewinnt) eintrifft, denn für die restlichen Meisterschaftsmöglichkeiten existiert in diesem vereinfachten Beispiel keine Absicherung.

Am Ende ist vor allem folgende Redensart zu beachten:

„The only perfect hedge is a Japanese Garden“

Ach ja, das kann man auch zur Währungsabsicherung von Adsense nutzen!

P.S: Das Ganze dient vor allem als praktisches Beispiel zum Hedging, ich werde somit die Absicherung in dieser Wette natürlich unterlassen, da es ja auch vor allem um die Ehre geht. :-)

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