Blogeinnahmen Juli 2010
Der Juli ging ziemlich schnell vorbei trotz seiner 31 meist recht sonnigen Tage. Deutlich heiterer als im Vormonat ging es bei Allblogs.de wieder einmal zu und nach den zweimaligen Rückgängen beim Traffic und den Einnahmen ist die Talfahrt vorerst gestoppt, auch wenn die Zahlen noch nicht das alte Niveau erreicht haben. Aber seht selbst:
Für Juli sahen meine Einnahmen wie folgt aus:
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Wie sag ich’s nur dem Kunden?
Das Sommerloch ist im Web mal wieder in vollem Gange und dem will auch Allblogs in nichts nachstehen. Einige Leser wissen es ja, ich bin jobmäßig ein wenig stärker mit Onlinemarketing bzw. SEO verbunden. Anläßlich dafür hier ein mal ein kleiner (nicht ganz so ernst gemeinter) Post zum Thema: Wie sage ich es nur meinem SEO-Kunden? Antwort: Mit der richtigen Musik zu den entsprechenden Rankings. Hier eine kleine Auswahl.
Das Maydayupdate hat voll gegriffen (im positiven Sinne) und man braucht schon wieder einen neuen Webserver, um den ganzen Traffic zu überstehen. Da gibt es sicherlich so einige Songs(man denke nur an ein paar, die unter Drogeneinfluss entstanden sein könnten), aber Louis Armstrong – What A Wonderful World trifft es sicherlich recht passend, während man dem Kunden die neusten, tollen Rankingergebnisse vorlegt.
Im nächsten Fall würde man an Finanzmärkten vermutlich von einer Seitwärtsbewegung sprechen. Es ist nicht wirklich schlecht für den Kunden, aber auch nicht wirklich das Optimum. Hier den richtigen Song zu treffen, entscheidet vermutlich über das nächste Budget. Es bedarf also etwas elan- und hoffnungsvollem, um klar zu kommunizieren, das Glas ist halb voll. Folgender Song schreit förmlich danach: Fleetwood Mac – Don’t Stop.
…Don’t stop, thinking about tomorrow,
Don’t stop, it’ll soon be here,
It’ll be, better than before,
Yesterday’s gone, yesterday’s gone.
Don’t you look back,
Don’t you look back.
Besser kann man solche Rankings kaum musikalisch darstellen. Oder, Gegenvorschläge?
Wo Licht, da auch Schatten. Wie verkaufe ich dann entsprechende negativen Rankings, Penalties oder gar den Ausschluss bei Google? Time to say goodbye und Highway to hell wären da sicherlich nur ein paar Ansätze, dem Kunden mitzuteilen, wie es um seine Seite steht. Wer Live-Acts mag, könnte sich vielleicht auch seine Mundharmonika einstecken und beim nächsten Quartalsmeeting “Spiel mir das Lied vom Tod” anstimmen.
In diesem Sinne, schönes Wochenende und möglichst viel Musik von Herrn Armstrong.
Kein Internet + kein Handy = lebensfähig?
Jens hat mir heute mal wieder einen interessanten Artikel aus dem Harvard Business Manager Blog zukommen lassen: Wie die Generation Y kommuniziert, wobei es dann um folgendes Experiment ging:
Acht Studenten der Hochschule Furtwangen wagten ein Experiment: Sie verzichteten eine Woche komplett auf Internet und Handy…
Wie ich finde ein vielversprechendes Experiment zur heutigen Zeit. Für viele von uns fast undenkbar noch ohne Handy klar zu kommen oder kein Internet zu haben. Ich selbst käme ohne Handy noch ganz gut zu recht (meine Kunden fänden das nur nicht so schön…), aber allein aus beruflichen Gründen fällt der Verzicht auf das Internet schwer bzw. geht nicht wirklich.
Aus meiner (100% subjektiven) Perspektive finde ich in vielen Fällen sowieso schon grenzwertig, wie stark Menschen auf ihr Handy(oder sollte man bei aktuell mehr als 111 Millionen Handyverträgen in Deutschland eher von der Mehrzahl sprechen?) angewiesen sind und was darüber alles mitgeteilt werden muss. Sicher, es hat auch viele Vorteile, wenn man z.B. mit dem Auto unterwegs ist und etwas passiert oder man etwas umfassenderes kurzfristig koordinieren soll. Aber wenn man für total einfache Dinge (u.a. wie im Blogpost der angesprochene Kinobesuch) drei mal unterwegs das Handy gezückt werden muss, damit sich vier Leute zusammenfinden können, trotz vorheriger Absprache, grenzt das Ganze schon ein wenig an geistige Unbeweglichkeit. Nur zum Vergleich, auch die Generationen vor uns haben sich ganz ohne GPS, Mobiltelefon, Facebook usw. verabreden können, warum haben da heutige Generationen (zu der ich auch gehöre) so viel Probleme?
Ist es TMI (too much information), ist man heutzutage träger, kann man sich nicht mehr auf eine Sache konzentrieren oder wo liegen die Knackpunkte? Ist man ohne Handy/Internet nicht mehr wirklich lebensfähig in der modernen Gesellschaft? Und wenn ja, sollte man nicht lernen sinnvoller damit umzugehen, um nicht zum analogen Analphabeten zu mutieren?
FHM Magazin Deutschland verzicht auf eigene Webseite
Das erlebt man auch nicht alle Tage, immer mehr Unternehmen streben online und nutzen dafür vor allem eine eigene Webseite, von der es dann weiter geht in Richtung einer möglichen Blog-, Twitter- oder Facebooknutzung. Nicht so bei FHM, die ihre Domain fhm-online.de scheinbar von störendem Content befreit haben und nun direkt auf ihre eigene Facebook-Fanpage umleiten.
Gut, das Zeitschriften/Magazine schon öfter Probleme hatten ihre Inhalte entsprechend zu monetarisieren und somit ihre Abhängigkeit vom Printgeschäft zu lösen, ist ja nichts ganz neues mehr. Ob dieser Schritt nun mutig oder doch ein wenig daneben war, wird die Zeit zeigen. Eins ist jedoch gewiss, sein Printmedium nicht kannibalisieren zu wollen ist sicherlich eine Sache über die man diskutieren kann, aber auf eine zentralen Kommunikationspunkt im Web zu verzichten ist aus meiner Sicht ein rückläufiger Servicegedanke am Kunden oder wo kann man z.B. sein Abo für die FHM beziehen? (Früher war das mal hier zu finden: www.fhm-online.de/abo)
Intransparenz durch Transparenz
Heute war mal wieder so ein Tag, wo man nicht wirklich aus dem Lesen spannender Artikel heraus kommt und sich die Gedanken nur so aneinanderreihen, so dass die Kaffeemaschine mal wieder eine Nachtschicht einlegen könnte. Der aktuelle Allblogs-Artikel ist vor allem dem Dreiklang aus netzwertig, blogszene und Markus Albers zu verdanken bzw. deren Artikel.
Im Netzwertigartikel geht es darum, dass das Internet nichts vergisst und was für positive wie negative Folgen das Ganze haben kann, sich umfassender als jemals zuvor mehr oder weniger öffentlich zur Schau zu stellen. Oft zitiertes Beispiel besteht dabei aus dem eifrigen Personaler/Chef, der vor der Einstellung gern mal meine Einstellung zu Party, Alkohol usw. checkt mit Hilfe von Facebook und weiteren Social-Portalen. Wie schon im Blog kommentiert, denke ich, dass sich die Gesellschaft sicherlich darauf einstellen wird und es eher hinterfragt, wenn man sich eben nicht so zur Schau stellt. (Davon abgesehen vergisst auch das Web mit der Zeit, nur dauert das meist deutlich länger.)
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