Webworker Tool – kostenlose Zeiterfassung & Zeitmanagement Software

Wer viel im Web bzw. Online Office arbeitet, kennt das sicher, man hat viele Projekte zu bewerkstelligen und irgendwie wechselt man innerhalb einer Stunde immer wieder hin und her, macht für den einen Kunden dies und für den nächsten das, beantwortet eine eMail oder zwei, schreibt oder telefoniert via Skype und am Ende des Tages weiß man kaum noch, wo einem der Kopf steht, geschweige denn was man wann, wie, wo gemacht hat. Genau aus diesem und einem anderen Grund habe ich auf der Suche nach einem typischen Tool für Webworker gemacht – einer automatischen Zeiterfassung.

Ja, automatisch, denn wenn man am Ende des Tages oder der Woche oder vielleicht sogar des Monats die Stunden für Projekte, Kommunikation etc. zusammenzählt verschätzt man sich gerne oder ist viel zu ungenau, da die Zeiträume zu groß waren. Davon abgesehen erfordert es eine menge Disziplin, die einem nach 8-12 Stunden Arbeit im Web dann leider doch öfter fehlt, oder?

Zeit Management Software

Relativ schnell wurde ich dann bei der Zeit Management Software – Manic Time fündig, die es in einer kostenlosen Standardversion gibt und in einer Premium Version für 67 Dollar -sprich, derzeit unter 50 Euro.(Übersicht alle Feature von Standard und Premium.) Mit Hilfe dieses Tools (inkl. deutscher Benutzeroberfläche) kann ich während meiner Arbeit alle aktiven Prozesse tracken lassen und später genau sehen, was ich wann gemacht habe. Hier mal ein Beispiel vom 2. April bei mir:

Links unten habe ich mal ein wenig abgedeckt mit weißer Farbe, denn es muss ja nicht jeder meine Kunden und Projekte kennen. 😉 Einen Task (Google Chrome) habe ich mal exemplarischen offen gelassen. So kann man z.B. auch genau sehen, an welcher Excel oder auf welcher Webseite man wie lange gearbeitet hat und natürlich bequem danach filtern lassen.

Rechts unten sieht man die Summe der einzelnen aktiven Prozesse des laufenden Tages. Für einen klassischen Webworker typisch ist das bei mir eigentlich jeden Tag der Firefox, in dem Falle mit 2 Stunden 28 Minuten. Im oberen Bereich findet man die eigentlichen aktiven Nutzungszeiten und die entsprechenden Pausen bzw. abwesenen Zeiten. (Kann man frei definieren, ab wann man als Inaktiv gelten möchte; bei mir ist dies nach 5 Minuten) In der Pro-Version von Manic Time kann man entsprechende Zeiten taggen und z.b. ein Telefonat oder eine Mittagspause hinzufügen.

Ansonsten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten seine Arbeitszeiten auszuwerten mit Hilfe der unterschiedlichsten Statistikfilter des Programms z.B. durchschnittliche Arbeitszeit, Inaktivität uvm. Wem das alles zu sensible Daten auf seinem PC sind, besteht in der Premiumvariante zudem auch die Möglichkeit eines Passwortschutzes.

Fazit: Ich habe Manic Time jetzt eine Weile getest, starte es nun schon intuitiv gleich zu Arbeitsbeginn und werde es auch weiterhin nutzen, denn es erleichtert nicht nur die Zeiterfassung für Kunden und eigene Projekte, sondern es zeigt auch sehr gut Zeitfresser und Ablenkungspotentiale an, denen man sich sonst kaum bewusst war bzw. nicht in dem Umfang. So kann man beispielsweise seine Mailing-/Surfzeiten oder Chatfrequenzen prüfen und seine Arbeit z.B. darauf anpassen. Wann sollte ich z.B. das Skypeaufkommen am höchsten und ich sollte vielleicht lieber „abwesend“ sein oder wie kann ich meine Mailingaufgaben besser bündeln, um nicht immer wieder von einzelnen Projekten abzulassen. Finde das Tool wirklich gut und denke sogar schon über die Pro-Version nach. In Verbindung mit ZenToDo eine schöne Zeitenoptimierung.

Wie erfasst ihr eure Arbeitszeiten für Kunden und Projekte? Kennt ihr ähnlich nützliche Software?

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13 comments

  1. Thomas sagt:

    Ein interresanter Bericht und werde sicherlich gleich Manic Timer herunterladen um zu testen.

    Ich habe derzeit ein anderes Projekt Zeiterfassungs Programm am testen.

    xpert Timer

    Leider kann man dies Programm nur 30 Tage kostenlos testen und müßte sich dann für die Basis Version oder Pro Version entscheiden.

    Beim antesten dieser Software, gefiel mit besonders das man zu Vogängen noch zusätzliche Notizen und entsprechende Berichte ausdrucken konnte. Diese könnte man sogar seinen Kunden vorlegen.

    Was die Kosten angeht, muß ein jeder selber wissen. Da ich hauptberuflich als technischer Einkäufer tätig bin und nur nebenberuflich mein Gewerbe betreibe, sind mir die Kosten zur Zeit noch zu hoch.

    Geiz ist gei… 🙂

  2. Heiko sagt:

    Das Tool gefällt mir. Bislang hab ich meine Arbeitszeiten am iPhone erfasst mit reporta. Da gibt es ja auch einige schöne Tools und man kann so auch die Zeiten vor Ort beim Kunden erfassen.

  3. Sophie Peregrini sagt:

    Sieht ja ganz nett aus, aber was nützt es mir, die einzelnen Programme, die offen sind, zu erfassen? Mich interessieren Projektschritte und Kunden. Dementsprechend ergab ein erster Testversuch: Die Übersicht ist mir persönlich zu chaotisch. Wer gerne wissen will, welche Programme er nutzt, dem kann ich Manic Time empfehlen, aber wer seine Zeiterfassung für die Kundenabrechnung verwenden will, der ist mit einer Lösung wie kimai oder TimeTac sicher besser beraten.

  4. Max sagt:

    @Sophie

    Es kommt halt immer auf die Arbeitweise an bzw. was man wirklich an den Projekten macht. Ich kann ja dann z.B. filtern und mir alle Firefoxaktivitäten mit allblogs.de ausgeben lassen, um zu ermitteln wie viel ich am Blog gearbeitet habe etc.

  5. […] (Potsdam/2571) 36. Eisbaerlin-Blog (Panketal/2578) 37. Hundekrimnitz (Brandenburg/2650) 38. allblogs.de (Henningsdorf/2898) 39. fragr.de (Lichtenow/3016) 40. Pilzkitsch (Uckermark/3028) 41. Running Twins […]

  6. Sascha sagt:

    Auf unseren Seiten möchten wir den Besuchern in kompakter Form ein kategorisiertes Verzeichnis verschiedener Systeme zur Zeiterfassung und Zutrittskontrolle vorstellen.

    http://zeit.erfassung.info/

    Vielleicht ganz interessant zu diesem Post.

  7. Daniel von spar-maschine.de sagt:

    Die Zeiterfassung ist das Eine. Was aber in meinen Augen wirklich wichtig ist, ist eine geordnete Struktur und Arbeitsweise. AFAIK ist es so, dass Arbeiten im Multitaskingbetrieb rund 10-15% mehr Zeit verschlingt als das abarbeiten NACHEINANDER. Wenn man so arbeitet, dann denke ich macht ein Zeiterfassungtool auch richtig Sinn.

  8. René sagt:

    So ein Tool kann einem manchmal wirklich helfen seine Zeit auch besser zu organisieren und somit auch besser planen zu können. Ob man es nun unbedingt braucht oder nicht ist eine Frage, die sich jeder selbst stellen muss…

  9. Hans sagt:

    Ich habe mir das auch mal angeschaut. Ich finde das auf den ersten Blick ganz übersichtlich und benutzerfreundlich. Ich werde das mal antesten, Besten Dank.

  10. Timo sagt:

    Schaut ganz gut aus, aber auch nicht grad günstig… probier doch mal clockodo.com aus, ist eine online Zeiterfassung… finde ich besser als ein Windows-Programm, so kann ich es auch am Notebook nutzen.

  11. Stefan sagt:

    Ich möchte gern festhalten, dass Zeiterfassung nur ein Management Modell von vielen ist und es sich empfiehlt auch andere Konzepte zu berücksichtigen.

    Eine zusammenhängende Suite, die auch Ressourcen, Kontakte und Planungen im Sinne einer CRM-Software berücksichtigt kann an dieser Stelle bestimmt noch viel mehr zu einer Konsolidierung beitragen.

    Mir persönlich half in diesem Zusammenhang ein interessantes Wiki zur Webentwicklung, das insbesondere Zeit- und Leistungserfassung gegenüberstellt und auch andere allgemeine technische Konzepte der IT-Projektierung resümiert.

  12. Daniela über Zeiterfassung sagt:

    Bin immer noch am überlegen, wie das mit den Programmen läuft und der Unterscheidung von Projekten läuft.
    Wenn ich z.B. für mehrere Kunden in Firefox arbeite, z.B: eine Onlinerecherche für Kunde A mache. Kunde B wird mit Emails betreut und dann läuft noch für Kunde C was nebenher. Kann man derartiges differenzieren?
    LG, Daniela

  13. Tom sagt:

    Ein weiteres Tool was ich vor kurzem entdeckt habe ist Clockmeister. Sieht von der Seite her schon sehr schön aus, aber ist noch nicht in der Beta Phase.