Heimserver selber bauen mit dem Shuttle XS35GT V2

Wer kennt es nicht, inzwischen hat man ein Notebook, ein Netbook, ein Handy mit WLAN und weitere Familienmitglieder verfügen oftmals auch über einen eigenen PC. Außerdem nutzt man den eigenen Rechner auch mehr und mehr für Multimedia, sei es Internetradio, DVD schauen mit einem Beamer oder einfach ein paar gute Musikstücke und Playlisten.

Abhilfe schafft da in meinen Augen ein eigener Heimserver, den ich mir nun kurz vor Weihnachten gekauft habe. Erste Wahl war dabei für mich der Shuttle XS35GT V2, den ich mir ganz bequem von der Hardware her via Web konfigurieren konnte.

der Slim-PC aufgeschraubt von innen

Die technischen Daten sehen dabei wie folgt aus:

  • Intel ATOM D525 Dual Core CPU, 2x 1,8 GHz
  • Intel NM10 Express Chipsatz
  • NVIDIA neyt Generation ION2 Grafik
  • VGA-Ausgang mit max 2048×1536 Pixel
  • HDMI-Ausgang mit max 2560×1600 Pixel
  • 1x SO-DIMM -Sockel (204 Pins), 4 GByte DDR3-RAM
  • 320 GB 2,5″ SATA-Festplatte
  • anstatt Slimline DVD-Laufwerk Platz für eine 2. Festplatte
  • WLAN 801.11b/g/n
  • 4-in-1 Kartenleser
  • passive Kühlung ohne Lüfter <-ganz wichtig
  • Leistungsaufnahme maximal 29 Watt
  • Windows 7
  • externes Netzteil 110/220 VDC
  • 252x162x38 mm (TxHxB) ohne Standfuß (was ziemlich klein/kompakt ist)
  • Standfuss

Hier gibt es auch ein kleines Video zu dem platzsparenden Mini-PC:

Passend dazu habe ich mir noch eine Funktastatur mit Maus (Logitech Wireless Combo MK260) und den Logitech Wireless Speaker Z515 (Funklautsprecher) gekauft, um möglichst frei aggieren zu können mit meinem kleinen Multimediaserver.

Aber wofür eigentlich der eigene Heimserver?

In meinem Falle für die unterschiedlichsten Dinge. In erster Linie möchte ich meine Datensicherheit erhöhen und regelmäßige (automatisierte) Backups meiner anderen technischen Geräte wie Notebook und Handy über den Server laufen lassen. Somit habe ich meine Daten immer doppelt und im Falle eine Diebstahls oder bei einem Defekt von Hard- und/oder Software kann ich relaitv einfach auf meine Daten zugreifen und erleide im Fall der Fälle nur einen kleinen Datenverlust. (Für die Backups möchte ich dafür demnächst einmal mit Acronis True Image Home 2012 testen und eventuell mit einer kostenlosen Backuplösung.) Verzichtet man bei diesem Server auf ein internes DVD-Laufwerk, kann man sogar eine zweite Festplatte einbauen und das Ganze dann per Raid spiegeln.

Wie schon angedeutet, möchte ich den Heimserver auch als Multimediastation nutzen und darüber vor allem Musik (MP3, Internetradio) hören und Filme streamen (von Diensten wie Maxdome, Telekom Entertain oder von meinen eigenen DVDs). Bei der Musik geht es mir vor allem um ein gleichmäßiges Streaming in alle Räume, damit man die Musik nicht nur an einer Stelle der Wohnung hört, sondern sie angenehm verteilt wird. So kann man in jedem Raum, bequem liegend in seinen Betten, den Klang der Musik verinnerlichen. Aus diesem Grund habe ich mir auch einen ersten Funklautsprecher mit eingebautem Akku gekauft, den ich somit in jedem Raum bequem platzieren und mit oder ohne Netzteil betreiben kann. Bin damit bisher recht zufrieden und halte den Wireless Speaker Z515 für meine Nutzung, also speziell Musik nebenbei zu hören, für vollkommen ausreichend und werde meine Wohnung damit sicherlich noch weiter aufrüsten.

Weitere Pläne sind zudem den Server auch via Web erreichbar zu machen per DYNDNS und im Vorfeld natürlich alles durch Verschlüsselung z.B. mit TrueCrypt zu sichern. Dann habe ich sozusagen meine eigene Dropbox und kann von überall unterwegs darauf zugreifen.

Wie schaut es bei Euch aus, nutzt Ihr einen eigenen Multimediaservice und Angebote wie Maxedome und Co?

7 comments

  1. ServerFreak sagt:

    Nettes Teil, sowas als nachträgliches Weihnachtsgeschenk ist sicherlich eine tolle Sache. Darf man fragen, was du ohne die Speaker und die Maus/Tastatur bezahlt hast?

    Mfg
    ServerFreak

  2. Claro sagt:

    UND? Gibt es schon Erfahrung/Erfolgsmeldungen zum Shuttle? Die reine Absicht, solch ein Gerät sich zu erbasteln ist ja noch kein echter Erfolg …
    Wäre nett darüber hierorts etwas erfahren zu können!
    mfg!

  3. Max sagt:

    @Serverfreak das müssten um die 350 Euro gewesen sein, da ich kein Betriebssystem dazukaufen musste.

    @Claro für mich hat es sich bisher schon gelohnt und bezahlt gemacht, besonder die Geschichte mit dem WLAN-Lautsprecher. Bei vielen anderen Sachen bin ich noch beim Einrichten und ausprobieren.

  4. Train sagt:

    Soweit ich weiß kann mein Fernseher nicht auf das Netzwerk zugreifen und somit wäre ein solcher Server für mich nichts.. Ich denke mal einen HTPC und Backups auf einer externen Festplatte machen wäre eine gute Alternative (bis auf dem Streamen von Musik)

  5. eduart witzler sagt:

    Ich hab auch so einen kleinen Zerg mit Ubuntu im Einsatz, läuft prima. Ist allerdings ein Shuttle Nachbau von der WortmannAG ist ein kleines bisschen preiswerter. Meine nächste Investition ist eine SSD-Platte für den kleinen dann rockt er richtig.

  6. Heinz sagt:

    Moin,

    @Train Kauf dir doch zB sowas wie den WDTV Live ca. 90euro. Den verbindest du mit deinem TV, dann kannste dich mit dem per WLAN in dein Netz einloggen und einen Homeserver nutzen, oder auch nur auf Freigaben der Rechner zugreifen.
    Ich hab mir so ein Teil letzte Woche gekauft und bin voll zufrieden, endlich Filme, Musik und Bilder am TV schauen, ohne lästige Kabel oder Geräte hin und her schleppen.
    Hat auch nen youtube Zugang, kann man die Videos auch noch am TV schauen.

    Gruß Heinz