Ideen für das YouTube Partnerprogramm

Gerade bei verschiedenen Blogs drüber gestolpert. Klang ja schon recht vielversprechend als mögliche neue Einnahmequelle, aber wie so oft wird nach genauerem hinsehen einiges klarer und man erkennt schnell, dass der Weg zu ordentlich Geld mit YouTube recht steinig ist.

Hier ersteinmal die Grundvoraussetzungen für das YouTube Partnerporgramm:

Wer kann Partner werden?
Partner müssen folgende Kriterien erfüllen:
– Du erstellst Originalvideos für Online-Streams.
– Du besitzt die Urheberrechte und Weitergaberechte für sämtliche Audio- und Videoinhalte, die du hochlädst – ohne Ausnahme.
– Du lädst regelmäßig Videos hoch, die sich Tausende von YouTube-Nutzern ansehen.

Klingt schon einmal nicht schlecht, aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail, denn das entscheidende Kriterium ist vor allem „Urheberrechte und Weitergaberechte für sämtliche Audio- und Videoinhalte“. Und wer nicht gerade sein eigenes Medieunternehmen besitzt, wird es da schon nicht ganz einfach haben, dies aus dem Stehgreif zu erfüllen.

Sicher einige benennen nun Michael Buckley hinsichtlich seines New York Times Artikels:

Mr. Buckley said he was earning over $100,000 from YouTube advertisements.

Aber ganz so einfach, wie es sich anhört ist es sicherlich nicht:

“I’ve had 100 million views. It’s crazy.”

All he needed was a $2,000 Canon camera, a $6 piece of fabric for a backdrop and a pair of work lights from Home Depot.

Denn es gehört nämlich doch noch etwas mehr dazu (Talent, Geduld uvm.), um einen ähnlichen Erfolg zu haben und der YouTube-Sprecher drückt sich nicht umsonst so nebulös aus:

…hundreds of YouTube partners are making thousands of dollars a month…

Mit den hunderten sind jedoch wahrscheinlich nicht Leute wie Michael Buckley gemeint, sondern die Partner sind dann eher die großen Medien- und Musikfirmen, die Googles Tochterfirma geködert hat oder auch Bundesligavereine, die eben so schon eine recht große Reichtweite und Inhalte zu bieten haben.

Bevor man also vor Freude umherspringt nach dem New York Times Artikel und die Videos der letzten Familiengeburtstage heraussucht, sollte man sich ruhig ein bißchen mehr Gedanken machen, ob und wieviele Zuschauer man dadurch anziehen kann.

Da ich selbst weder das Videotalent, noch die Zeit dafür habe, hier ein paar Ideen, wie man vielleicht ein paar Besucher erreichen könnte und mit YouTube ein paar Taler verdient.

Ideensammlung zur freien Verwendung und einfach mal lose zusammengedacht:

1. Video-Animationsblog: – Man muss ja nicht gleich zum Schauspieler umschulen, wenn man vielleicht gut Flashprogrammieren kann und Ahnung von Actionscript hat. Wer ein Beispiel braucht mit über 200.000 Views schaut mal hier.

2. Fun VideoBlog: – Warum nicht einen Video Blog mit Parodien ähnlich wie Oliver Pocher und der BayernWG? Da hat sicher der ein oder andere ein Talent für und sind wir nicht alle zur WM ein bißchen Nationaltrainer? 🙂

3. Hardware/Sofware Video Blog: – Sieht man teilweise schon bei einigen EEE-Blogs und ist langsam im Kommen, hat aber jede menge Potential, da z.B. der Wechsel einer defekten Grafikarte viel leichter per Video erklärt ist, als in einem 5000 Worte Tutorial mit 35 Screenshots. (Also sozusagen ein Hardware-Help-VideoBlog oder zumindest eine Kategorie damit.)

(Wie gesagt, sind nur lose Ideen und bei der Umsetzung sind natürlich auch rechtliche Aspekte zu bedenken/abzuklären.)

Hat noch wer weitere Ideen für das kleine angefangene Brainstorming?

10 comments

  1. dani sagt:

    Online Kurse kommen doch auch ganz gut an. Z.B. zum Sprachen Lernen 😉

  2. Max sagt:

    Auch eine gute Idee. Hast du da schon erste Erfahungen mit gesammelt? Stelle ich mir auf jeden Fall recht umfangreich vor.

  3. Justus sagt:

    Die dritte Idee mit dem Hardwareblog ist nicht neu, funktioniert aber. Ein erfolgreicher Produzent in dem Bereich ist jon4lakers ( http://www.youtube.com/user/jon4lakers ). Wie man sieht hat er z.B. die Gunst der Stunde genutzt und ein Review gedreht, direkt als die neuen Aluminium-Macbooks herausgekommen sind.
    Monetarisierung im Sinne von Werbung innerhalb der Videos habe ich allerdings noch nicht gesehen, nur ein bisschen auf seiner Website.
    Wie läuft das denn ab mit dem Werbung-in-einene-Videos-Einbinden?

  4. Speziell bei Video Tutorials und HowTos sehe ich noch sehr viel Potential. Man schaue sich zum Beispiel darauf spezialisierte Portale wie VideoJug an. Und auf YouTube könnte man ein noch viel größere Zielgruppe erreichen.

  5. Yiim sagt:

    Nette Idee doch ob das wirklich klappt?

  6. Fritz sagt:

    Diese Einnahmequelle klingt auf jeden Fall höchst interessant. Das Problem ist aber, wer hat schon Originalviedos in grossen Massen herumliegen?

  7. Rene sagt:

    Hallo,
    ein sehr guter Beitrag.

    Wurde auch mal Zeit, das Youtube den Geldbeutel öffnet. Das Problem ist allerdings, dass man so gar nichts erfährt (Verdienst usw.). Die Partnerprogramm-Kommunikation ist noch sehr beschränkt.

    Gruß

  8. Christian sagt:

    Naja, die Ideen muss man erstmal haben. Klang erstmal sehr gut, aber praktisch für mich persönlich umsetzen kann ich das nicuht..