Intransparenz durch Transparenz

Heute war mal wieder so ein Tag, wo man nicht wirklich aus dem Lesen spannender Artikel heraus kommt und sich die Gedanken nur so aneinanderreihen, so dass die Kaffeemaschine mal wieder eine Nachtschicht einlegen könnte. Der aktuelle Allblogs-Artikel ist vor allem dem Dreiklang aus netzwertig, blogszene und Markus Albers zu verdanken bzw. deren Artikel.

Im Netzwertigartikel geht es darum, dass das Internet nichts vergisst und was für positive wie negative Folgen das Ganze haben kann, sich umfassender als jemals zuvor mehr oder weniger öffentlich zur Schau zu stellen. Oft zitiertes Beispiel besteht dabei aus dem eifrigen Personaler/Chef, der vor der Einstellung gern mal meine Einstellung zu Party, Alkohol usw. checkt mit Hilfe von Facebook und weiteren Social-Portalen. Wie schon im Blog kommentiert, denke ich, dass sich die Gesellschaft sicherlich darauf einstellen wird und es eher hinterfragt, wenn man sich eben nicht so zur Schau stellt. (Davon abgesehen vergisst auch das Web mit der Zeit, nur dauert das meist deutlich länger.)

Lässt man nun noch die beiden anderen interessanten Artikel hinzukommen, bei denen es grob gesagt um Life-Hacks und Informationsflut(im Sinne von too much information) geht, wage ich mal eine Theorie für die Zukunft. Nicht nur die Gesellschaft wird sich darauf einstellen, sondern selbst wenn sie dies nicht so schnell tut, spielt dies nur eine untergeordnete Rolle, da man die Informationsflut nur noch schwer beherrschbar machen kann, zumindest aus der Sicht des interessierten Personalers, normalen Internetusers usw. Es wird zwar immer Tools/Software geben, um das alles zu vereinfachen, aber wer kann die schon groß nutzen bzw. will das auch. Die meisten wissen nicht einmal, was man mit Google alles anstellen kann, wenn man Dinge wie “ „, filetype: oder ähnliche Suchhilfen benutzt.

Ich vermute mal, es wird in der Zukunft also eher intransparenter durch die stetig wachsende Transparenz und somit stärkeren Datenflut, da immer weniger die Daten effektiv durchsuchen und verarbeiten können. Denn wer von uns kann schon von sich behaupten, dass es sich hinreichend mit Data Mining oder dem Semantic Web auskennt?

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